Clevermation
Marketing im Mittelstand8 Min. Lesezeit

SEO-Texte schreiben lassen: 4 Wege im Vergleich

Jonne Schwegmann
Head of Product, ClevermationVeröffentlicht: 27. Oktober 2026
Ein Techniker erklärt einer Kollegin aus dem Marketing in der Fertigungshalle einen Flansch, sie schreibt mit

Wer SEO-Texte schreiben lassen will, gibt die Formulierung ab, je nach Anbieter auch Recherche und Gliederung, das Fachwissen aber nicht. Was Ihre Kunden vor dem Kauf fragen, welche Grenzwerte gelten und wo Ihr Angebot endet, muss bei jedem Anbieter aus Ihrem Team kommen. Vergleichen Sie Textbörse, freien Texter, Agentur und KI-System deshalb danach, wie sie an dieses Wissen kommen und wer vor dem Veröffentlichen prüft.

Das Wichtigste in Kürze

  • Textbörse, freier Texter, Agentur und KI-System übernehmen die Formulierung, je nach Weg auch Recherche und Gliederung. Fachwissen, eigene Beispiele und die fachliche Prüfung kommen bei jedem dieser Wege aus Ihrem Team.
  • Bei der Textbörse content.de kostet ein Artikel mit 1.500 Wörtern als offener Auftrag laut Preisliste in den Qualitätsstufen, die der Anbieter für längere Texte empfiehlt, rund 68 bis 121 Euro netto für den reinen Text. Für Agenturpreise haben wir keine Erhebung mit offengelegter Methodik gefunden.
  • Streichen Sie vor dem Veröffentlichen veraltete Aussagen und Zahlen ohne Beleg. Nennen Sie als Autor nur eine Person, die den Text gelesen und freigegeben hat.
  • Wir empfehlen, jeden Anbieter mit einem Probetext zu einem echten Thema zu prüfen und vorher festzulegen, wer im Haus Fachfragen beantwortet und wer freigibt.

Textbörse, Texter, Agentur oder KI-System

Alle vier Wege liefern formulierte Texte. Sie unterscheiden sich darin, wer Suchbegriffe und Suchintention recherchiert, wie das Wissen Ihrer Fachleute in den Text kommt und wie viel Ihr Team je Artikel beiträgt.

WegStärkeSchwäche
Textbörse wie content.de oder Textbroker, für viele kurze Texte mit klarer VorgabeVeröffentlichte Wortpreise, auch große MengenBei offenen Aufträgen kann der Autor wechseln, passende Fachkenntnisse sind nicht gesichert, die Fachprüfung bleibt bei Ihnen
Freier SEO-Texter, für einzelne Seiten oder einen kleinen festen TaktEine feste Ansprechperson, die sich in Ihr Thema einarbeitetDie Menge hängt an einer Person, Urlaub und volle Auftragsbücher verschieben Termine
Agentur, wenn intern niemand Themen plantSuchbegriffe, Redaktionsplan, Text und Auswertung aus einer HandBriefing und Korrekturschleifen laufen für jeden Artikel, auch wenn ein Styleguide einen Teil Ihres Wissens festhält
KI-System mit Betreuung wie unsere Sichtbarkeits-Maschine, für mehrere Fachartikel im MonatFragt vor dem Schreiben nach, wo ihm Ihr Fachwissen fehlt, schreibt im Stil Ihres Hauses und liefert bis in Ihr CMSMonatliche Pauschale auch in ruhigen Monaten, Antworten aus Ihrem Team bleiben nötig, und vor dem Veröffentlichen gibt ein Mensch jeden Artikel frei

Wir empfehlen ein KI-System mit Betreuung, wenn Sie jeden Monat mehrere Fachartikel brauchen, weil es gezielt nach dem fehlenden Wissen Ihrer Fachleute fragt und niemand bei Ihnen ein Briefing schreiben muss. Diesen Weg bieten wir selbst an. Wenn Sie nur einzelne Blogartikel schreiben lassen, passt ein freier Texter besser, weil Sie dann keine monatliche Pauschale binden.

Bei der Metall-Chemie Holding mit fünf Tochterunternehmen waren SEO-Artikel über Agenturen zu teuer. Dort haben wir zuerst die Website überarbeitet und danach die Sichtbarkeits-Maschine für die Fachartikel der neuen Website eingesetzt.

Was es kostet, SEO-Texte schreiben zu lassen

Textbörsen veröffentlichen ihre Preise. Bei content.de kostet ein Wort als Open Order, also als Auftrag, den jeder Autor ab der gewählten Qualitätsstufe annehmen kann, laut Preisliste (abgerufen im Oktober 2026) je nach Qualitätsstufe des Autors 1,6 bis 8,0 Cent netto, dazu kommen 80 Cent Grundgebühr je Text.

Für Texte ab 500 Wörtern empfiehlt content.de selbst mindestens die Stufe „4 Sterne +“ mit 4,5 Cent je Wort. Ein Fachartikel mit 1.500 Wörtern kostet als Open Order damit rund 68 bis 121 Euro für den reinen Text nach Ihrem Briefing. Für Fachaufsätze rät der Anbieter, fachlich qualifizierte Autoren direkt zu beauftragen, die ihren Wortpreis selbst festlegen.

Freie Texter rechnen nach Stunde, Wort oder Artikel ab. Im Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap nannten Freelancer aus Marketing und Kommunikation im Schnitt einen Stundensatz von 94 Euro.

Die Plattform hat dafür eigene registrierte Nutzer befragt, an der Umfrage zu Profilen und Einkommen nahmen 1.310 teil. Marketing und Kommunikation stellen darin 6 % der Fachgebiete, einen eigenen Stundensatz für Texter weist die Studie nicht aus.

Für Agenturen haben wir keine Preiserhebung mit offengelegter Methodik gefunden. Fragen Sie nach dem Preis je fertigem Artikel und danach, was er enthält: Recherche der Suchbegriffe, Korrekturschleifen, Bilder, Einpflegen ins CMS. Bei einem Monatsbudget teilen Sie die Jahreskosten durch die Zahl der gelieferten Artikel.

Unsere Sichtbarkeits-Maschine rechnen wir als monatliche Pauschale ab. In jedem dieser Angebote fehlt dieselbe Zeile: die Stunden Ihrer Fachleute für Antworten, Prüfung und Freigabe. Rechnen Sie diese Zeit mit Ihrem internen Stundensatz dazu, bevor Sie Preise vergleichen.

Was Ihr Team bei jedem Weg liefert

Google fragt in seinem Leitfaden für hilfreiche Inhalte, ob ein Text klar als Wissen aus erster Hand erkennbar ist, etwa aus der Arbeit mit einem Produkt. Dieses Wissen bringt kein SEO-Texter und kein KI-System von sich aus mit. Es steckt bei Ihren Vertriebsingenieuren, Konstrukteuren und Projektleitern.

  • Kundenfragen: Was Kunden vor dem Kauf immer wieder fragen, liefert die Themen.
  • Eigene Beispiele: Projekte, Messwerte und Fehler, aus denen Sie gelernt haben, soweit der Kunde zustimmt.
  • Fachliche Richtigkeit: Normen, Grenzwerte und Produkteigenschaften prüft jemand, der sie kennt.
  • Grenzen: Was Sie nicht anbieten und wann Sie abraten.
Eine Technische Leiterin markiert am Rand der Fertigungshalle eine Zeile in einem ausgedruckten Entwurf, daneben liegen eine Zeichnung und ein Messschieber
Illustration: Die Fachprüfung bleibt im Haus.

Für unseren eigenen Blog schreibt die Sichtbarkeits-Maschine die Entwürfe. Wo ihr unser Fachwissen fehlt, stellt sie uns vor dem Schreiben Fragen, etwa mit welchem Rhythmus wir bei Kunden starten. Themen, die nicht passen, verwerfen wir mit einem Satz Begründung wie „Außendienst gerade kein Fokus“, und die Sichtbarkeits-Maschine nimmt das in die nächsten Vorschläge mit.

Beim Texter und bei der Agentur übernimmt ein Fachgespräch diese Aufgabe. Planen Sie dafür je Thema einen festen Termin mit einer Fachperson ein, die Fragen stehen in der Vorlage.

Vorlage: Acht Fragen an Ihre Fachleute vor jedem Artikel

Fachgespräch zu [Thema] mit [Name, Funktion] am [Datum]

  1. Welche Frage stellen Kunden zu diesem Thema immer wieder, und mit welchen Worten?
  2. Wer fragt beim Kunden: Einkauf, Technik oder Geschäftsführung?
  3. Was antworten Sie im Gespräch, in drei Sätzen?
  4. Welches Projekt zeigt das, und dürfen wir den Kunden nennen oder nur ohne Namen davon erzählen?
  5. Welche Zahl, Norm oder welcher Grenzwert gehört dazu, und wo steht er?
  6. Welcher Fehler passiert Kunden dabei immer wieder?
  7. Wann raten Sie von Ihrem eigenen Angebot ab?
  8. Wer prüft den fertigen Text fachlich, und bis wann?

Notieren Sie die Worte der Kunden wörtlich, sie sind gute Kandidaten für Suchbegriffe.

Anbieter mit einem Probetext prüfen

Lassen Sie zwei oder drei Anbieter einen Probetext zu einem echten Thema schreiben, mit denselben Antworten aus dem Fachgespräch. Daran sehen Sie, wie viel Fachwissen ein Anbieter mitbringt und wie viel Korrektur bei Ihrem Team hängen bleibt.

Ein Geschäftsführer und eine Marketingleiterin vergleichen am Besprechungstisch mehrere ausgedruckte Probetexte
Illustration: Probetexte zum selben Thema zeigen den Unterschied.

Stellen Sie jedem Anbieter vorher dieselben Fragen:

  • Wer recherchiert Suchbegriffe, Suchintention und die Treffer der Konkurrenz, und mit welchen Daten?
  • Wie kommt das Wissen Ihrer Fachleute in den Text: Fragebogen, Interview oder Briefing?
  • Verlinkt der Text jede Zahl auf ihre Originalquelle?
  • Wie viele Korrekturschleifen enthält der Preis, und wer pflegt den Text ins CMS ein?
  • Setzt der Anbieter KI ein, und wer liest den Text vor der Abgabe?
  • Wer hält die Nutzungsrechte am Text?

Sagt Ihnen ein Anbieter Platz 1 bei Google zu, suchen Sie weiter. Google schreibt in seinen Tipps zum Beauftragen eines SEO, dass niemand eine Platzierung an erster Stelle garantieren kann.

Vor dem Veröffentlichen prüfen und freigeben

Jeden Entwurf, den die Sichtbarkeits-Maschine für diesen Blog schreibt, überarbeiten wir vor dem Veröffentlichen mit einem zweiten KI-System. Veraltete Aussagen und Zahlen ohne Beleg fliegen raus, jede Zahl aus Studien und Preislisten verlinkt auf ihre Quelle, eigene Schätzungen stehen als solche im Text. Danach liest die Person den ganzen Text, deren Name darübersteht, und gibt ihn frei.

  1. Sichtbarkeits-Maschine Thema vorschlagen

    Mit Suchbegriff, Suchvolumen und Begründung

    Schritt 1
  2. Wir Annehmen oder verwerfen

    Absage mit einem Satz, etwa „Außendienst gerade kein Fokus“

    Schritt 2
  3. Wir Fachfragen beantworten

    Wo der Maschine Wissen fehlt, etwa mit welchem Rhythmus wir bei Kunden starten

    Schritt 3
  4. Sichtbarkeits-Maschine Entwurf schreiben

    Recherche und Text, dazu unsere Antworten

    Schritt 4
  5. Zweites KI-System Überarbeiten

    Veraltetes und Zahlen ohne Beleg streichen, Quellen bis zum Original verfolgen

    Schritt 5
  6. Autor Lesen und freigeben

    Die Person, deren Name darübersteht, liest den ganzen Text

    Ohne Freigabe erscheint nichts.

    Schritt 6
So entstehen neue Artikel in diesem Blog.

Google empfiehlt in seinem Leitfaden zu KI-generierten Inhalten von 2023 korrekte Verfasserzeilen dort, wo Leser fragen könnten, wer einen Text geschrieben hat. Wir empfehlen deshalb, als Autor nur eine Person zu nennen, die den Text gelesen hat, und offen zu sagen, wenn eine KI mitgeschrieben hat.

Fazit: Mit einem Thema und einem Fachgespräch anfangen

Wählen Sie ein Thema, zu dem Kunden immer wieder fragen, und führen Sie das Fachgespräch mit der Vorlage. Mit den Antworten holen Sie Probetexte ein und vergleichen den Preis je Artikel plus die Stunden Ihres Teams.

Wie Fachartikel neben Messe, Empfehlung und LinkedIn zu Anfragen führen, vergleicht der Artikel zur Kundenakquise im B2B. Wie Sie Themen über die Wochen verteilen, zeigt der Leitfaden zum Redaktionsplan.

So ist dieser Artikel entstanden

Den Entwurf hat unsere Sichtbarkeits-Maschine recherchiert und geschrieben. Ein weiteres KI-System hat ihn überarbeitet, die Quellen bis zum Original verfolgt und die Bilder (KI-Illustrationen) und das Diagramm erstellt.

Für Agenturpreise fand die Recherche keine Primärquelle, deshalb nennt der Artikel dafür keine Zahl. Jonne Schwegmann hat den Artikel gelesen und freigegeben.

Häufige Fragen

Häufige Fragen: Marketing im Mittelstand

Straft Google Texte ab, die eine KI geschrieben hat?
Nein, laut seinem Leitfaden zu KI-generierten Inhalten von 2023 bewertet Google die Qualität eines Textes und nicht, wie er entstanden ist. Gegen die Spamrichtlinien verstößt Automatisierung, deren Hauptzweck es ist, Rankings zu manipulieren.
Wie lang sollte ein Fachartikel für Google sein?
So lang, wie die Frage des Suchenden es verlangt. Google schreibt in seinem Leitfaden für hilfreiche Inhalte ausdrücklich, dass es keine bevorzugte Wortzahl gibt.
Können Ihre Fachleute die Texte selbst schreiben?
Ja, wenn sie Zeit dafür haben, denn dann steckt ihr Wissen ohne Umweg im Text. Wer selbst schreibt, recherchiert auch Suchbegriffe, gliedert und belegt Zahlen, ein KI-Schreibwerkzeug hilft dabei vor allem beim Formulieren. Der Takt hängt dann am Kalender der Fachleute.
Wann zeigt sich, ob ein neuer Artikel Besucher bringt?
Google muss einen neuen Artikel erst finden und einordnen. Wir empfehlen, nach drei Monaten in der Google Search Console zu prüfen, bei welchen Suchanfragen er erscheint und wie oft er angeklickt wird.
Sollten Sie zuerst bestehende Seiten überarbeiten lassen?
Ja, wenn Ihre Leistungsseiten veraltet sind oder keinen Ansprechpartner nennen. Ein neuer Artikel führt Leser auf diese Seiten, und dort fragen sie an oder gehen wieder.
Wie viele Artikel im Monat sind sinnvoll?
Eine feste Zahl gibt es nicht, bei unseren Kunden starten wir typischerweise mit zwei Artikeln im Monat. Wir empfehlen einen Takt, den Ihr Team mit Antworten und Freigaben halten kann, und zuerst die Fragen, die Kunden am häufigsten stellen.

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